Wie der Onlineshop von Lidl wirklich abrechnet
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Der Lidl-Onlineshop kennt keine Schwelle für kostenlosen Versand
5,95 Euro, einmal pro Bestellung, unabhängig vom Bestellwert und auch dann, wenn die Ware in mehreren Paketen ankommt: Das ist die gesamte Versandregel. Sie dreht die übliche Rechnung um. Nicht das Erreichen einer Mindestsumme spart hier Geld, sondern das Bündeln mehrerer Artikel in eine einzige Bestellung; wie der Händler die Sendung anschließend aufteilt, bleibt seine Sache und nicht Ihre Kostenfrage. Wer dagegen zweimal bestellt, zahlt zweimal.
Lidl Plus, Rechnung und Raten als eigenständige Sparwege
Filiale und Onlineshop teilen sich ein Bonusprogramm, aber nicht dieselben Preise. Lidl Plus ist kostenlos und bündelt wöchentlich wechselnde digitale Coupons, die Lidl Punkte, digitale Kassenbons und die Bezahlfunktion Lidl Pay; nach Angabe der Programmseite gilt es beim Einkauf in der Filiale, im Onlineshop und bei Partnern. Daneben stehen zwei Zahlungswege, die in Deutschland selbst ein Sparweg sind, weil sie Liquidität verschieben statt Preise.
| Weg | Was er bringt | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Lidl Plus | Wöchentliche Coupons, Lidl Punkte, digitale Kassenbons | Kostenlose Anmeldung in der App |
| Lidl Pay | Bezahlen und Coupons in einem Schritt | Konto im Bonusprogramm |
| Kauf auf Rechnung | Erst prüfen, dann zahlen | Betrag binnen vierzehn Tagen nach Versand fällig |
| Ratenzahlung | Verteilt Beträge von 60 bis 5.000 Euro auf 3 bis 24 Monate | Positive Bonitätsprüfung, Mindestrate 10 Euro |
| Newsletter | Willkommensgutschein in Höhe der Versandpauschale | Erstanmeldung, Einlösung binnen zwei Wochen, Bestellwert über 79 Euro |
| Rabattcode | Senkt den Warenkorbwert | Eingabe im Bestellprozess |
Pauschale, Zustelltage und der kostenlose Rückweg
Die Pauschale von 5,95 Euro deckt den normalen Paketversand ab. Für große, sperrige Güter kommen zusätzliche Versandkosten hinzu, die am Artikel und noch einmal in der Bestellübersicht ausgewiesen werden; bei solchen Artikeln kann außerdem der Kreis der möglichen Lieferadressen eingeschränkt sein. Geliefert wird ausschließlich an Anschriften in Deutschland, an Werktagen von Montag bis Samstag, allgemeine Feiertage ausgenommen, wobei die Zahl der Werktage auf der jeweiligen Artikeldetailseite steht; die Zustellung an eine Packstation führt der Shop als Option. Der Rückweg ist der bequemste Teil des Ganzen: Der Händler trägt die Kosten der Rücksendung, und über das gesetzliche Widerrufsrecht von vierzehn Tagen hinaus räumen die AGB ein freiwilliges Rücksenderecht von weiteren sechzehn Tagen ein, zusammen also dreißig Tage ab Erhalt. Für bestimmte Artikel verlängern dieselben AGB das freiwillige Recht um 76 Tage auf insgesamt 90 Tage; welche das sind, steht jeweils auf der Artikeldetailseite. Erstattet wird binnen vierzehn Tagen nach Eingang der Widerrufserklärung. Damit gehört der Onlineshop zu der Gruppe deutscher Händler, bei denen die Retoure den Käufer nichts kostet, was in einem Sortiment mit viel Bekleidung und Technik mehr wert ist als mancher Nachlass.
Wo die dreißig Tage nicht gelten und wo kein Code je greift
Die dreißig Tage sind eine Zusage des Händlers, kein Naturgesetz, und sie greifen dort nicht, wo bereits das gesetzliche Widerrufsrecht endet. Die AGB nennen die Fälle: Maßanfertigungen, schnell verderbliche Ware, versiegelte Hygieneartikel nach dem Öffnen, versiegelte Ton- und Videoaufnahmen sowie Software nach dem Entsiegeln und Waren, die nach der Lieferung untrennbar mit anderen vermischt wurden. Dazu kommt eine Bedingung, die leicht übersehen wird: Die Ware darf nur wie in einem Ladengeschäft anprobiert oder geprüft worden sein und muss vollständig und unbeschädigt zurückgehen; bei Kraftfahrzeugen, E-Bikes und Pedelecs gilt das freiwillige Recht nur bis zu einem Kilometerstand von 30 Kilometern. Eine ganz eigene Grenze zieht das Buch. Die Couponbedingungen des Bonusprogramms nehmen Bücher und Medien ausdrücklich aus, und das ist kein Firmenwille, sondern Gesetz: Nach § 3 Buchpreisbindungsgesetz muss jeder, der neue Bücher an Letztabnehmer in Deutschland verkauft, den festgesetzten Preis einhalten, nur gebrauchte Bücher sind frei. An dieser Stelle scheitert jeder Code, egal wie er formuliert ist. Zwei weitere Bremsen stecken in der Zahlung. Der Rechnungsbetrag ist binnen vierzehn Tagen nach Versand der Ware und Erhalt der Versandbestätigung fällig, nicht nach Erhalt der Ware selbst; bei einer Speditionslieferung kann das eng werden. Und die Ratenzahlung beginnt erst bei 60 Euro, sodass ein Code, der den Warenkorb darunter drückt, Ihnen die Finanzierung nimmt. Der Händler behält sich außerdem ausdrücklich vor, für bestimmte Artikel und Bestellungen einzelne Zahlungsarten nicht anzubieten, und die Vorauskasse steht nur für den Kauf von Geschenkkarten zur Verfügung. Wer die Ratenzahlung nutzt, sollte den Kalender kennen: Die erste Rate wird fällig, sobald die Versandbestätigung vorliegt, und abgebucht wird an einem von drei wählbaren Terminen im Monat, dem dritten, dem siebzehnten oder dem achtundzwanzigsten.
Drei Tage in der Woche, an denen sich der Preis bewegt
Der Preisrhythmus ist wöchentlich getaktet und öffentlich einsehbar. Die Prospektseite nennt drei wiederkehrende feste Aktionszeiträume: Billiger Montag, Billiger Donnerstag und Billiger Wochenendlich ab Freitag. Wer eine bestimmte Warengruppe im Blick hat, wartet also selten länger als ein paar Tage, und für die Non-Food-Aktionen des Onlineshops gilt dieselbe Logik: Sie sind Wochenware, keine Jahresware. Ob eine angekündigte Ermäßigung wirklich eine ist, lässt sich an einer Pflichtangabe ablesen. Nach § 11 der Preisangabenverordnung muss bei jeder beworbenen Preissenkung der niedrigste Gesamtpreis der vorangegangenen dreißig Tage genannt werden. Für einen Lebensmittelhändler steht in derselben Vorschrift allerdings die passende Ausnahme: Bei individuellen Preisermäßigungen und bei schnell verderblicher Ware, die wegen drohenden Verderbs herabgesetzt wird, entfällt die Pflicht. Am Kühlregal fehlt die Zeile also zu Recht; im Non-Food-Sortiment des Onlineshops sollte sie dastehen, und dort ist sie der Maßstab, nicht der durchgestrichene Betrag daneben.
Lidl neben OTTO und MediaMarkt
Drei große deutsche Onlineshops mit generalistischem Sortiment, drei völlig verschiedene Versand- und Zahlungsmodelle.
| Lidl | OTTO | MediaMarkt | |
|---|---|---|---|
| Paketversand | 5,95 Euro pauschal pro Bestellung | 4,95 Euro | 4,99 Euro |
| Versandkostenfrei ab | Keine Schwelle | 59,95 Euro für UP-Basic-Mitglieder; im kostenpflichtigen UP Plus immer, ohne Spedition und Fremdverkäufer | 69 Euro |
| Speditionsware | Zuschlag, am Artikel ausgewiesen | 39,95 Euro je Bestellung und Lieferanschrift | 39,90 oder 59,90 Euro je Gerät |
| Kauf auf Rechnung | Ja, fällig binnen vierzehn Tagen nach Versand | Ja, fällig binnen dreißig Tagen nach Versand | Nicht angeboten |
| Ratenzahlung | 60 bis 5.000 Euro, 3 bis 24 Monate, Mindestrate 10 Euro | 3 bis 48 Monatsraten gegen Aufpreis; Zahlpause von 100 Tagen ebenfalls gegen Aufpreis | Finanzierung von 100 bis 10.000 Euro |
Wann Lidl nicht die richtige Wahl ist: bei einem einzigen kleinen Artikel. Dann ist die Pauschale der teuerste Posten des Einkaufs, während MediaMarkt ab 69 Euro gar nichts berechnet und OTTO die Schwelle an ein Mitgliedschaftsmodell knüpft. Umgekehrt gewinnt Lidl, sobald mehrere Artikel in eine Bestellung wandern. Wo gerade ohne Mindestbetrag geliefert wird, sammeln wir unter kostenloser Versand.
Häufige Fragen zu Lidl
5 FragenWie löse ich einen Lidl-Gutscheincode im Onlineshop ein?
Den Code übernehmen Sie oben aus der Liste und tragen ihn im Warenkorb in das Gutscheinfeld ein, bevor Sie die Zahlungsart wählen. Der Betrag muss in der Zusammenfassung sinken, sonst wurde der Eintrag nicht angenommen.
Wie oft prüfen wir die Lidl-Codes auf dieser Seite?
Jeder Eintrag wird vor der Veröffentlichung getestet und danach täglich kontrolliert. Was nicht mehr greift, markieren wir als abgelaufen, statt es aus der Liste zu entfernen.
Kann ich einen Onlineshop-Code auch in der Lidl-Filiale einlösen?
Nein. Ein solcher Code wird im Warenkorb auf lidl.de eingegeben und ist an diesen Bestellprozess gebunden; an der Kasse eines Ladens lässt er sich nicht vorzeigen. Dort greifen ausschließlich die digitalen Coupons aus der App.
Akzeptiert der Lidl-Onlineshop Bargeld?
Nein. Die Zahlungsübersicht nennt Rechnung, Lastschrift, PayPal, Kreditkarte, Ratenzahlung, Geschenkkarte, Gutscheine, Google Pay, Apple Pay, Click To Pay und Wero. Bargeld und Schecks sind ausdrücklich ausgeschlossen.
Lässt sich eine Geschenkkarte mit der Ratenzahlung kombinieren?
Nein. Die Seite zur Ratenzahlung schließt die Kombination mit anderen Zahlarten und ausdrücklich mit der Lidl-Geschenkkarte aus. Gleichzeitig laufende Ratenpläne sind auf drei begrenzt.